DAS DESIGN DER BELCHENGRUPPE
Wir lieben kontrastreiche, markante Gestaltung und sind fasziniert vom Thema Zeit. Unser Design verbindet dies zu ästhetischen Lösungen, die bekannt erscheinen, aber doch mit den Sehgewohnheiten brechen. Frei nach unserem Motto: Wir kümmern uns gestalterisch und technisch präzise um die unpräzise Zeit.
Das Gesamtbild unserer Uhren wird geprägt von vielen Details, die alle unsere Prinzipien umsetzten: Klare Kanten, hohe Kontraste, gestalterische Konsequenz, Präzision und das humorvolle Spiel mit Sehgewohnheiten.
Das Gehäuse 1247 ist benannt nach der Höhe des Elsässer Belchen. Seine Facettierung und klaren Kanten verleihen ihm einen sehr eigenständigen Charakter, der sich dank des Spiels mit bekannten Grundtypen trotzdem angenehm vertraut anfühlt. Die Form wirkt wie aus einem Block geschnitten, Rundungen sind auf ein Minimum reduziert, die Uhren erscheinen so auf den ersten Blick fast brutal.
Wie ein Kristall formen Winkel und Flächen das Gehäuse. Der auffällige 22°-Winkel der Bandanstösse entspricht genau dem Lichtbrechungswinkel eines Eiskristalls und verkörpert so die Lichtstrahlen der Sonne und die DNA der Marke. Das plane, nur 0.1 mm überstehende Saphirglas und der geschlossene Boden unterstreichen die massive, kristalline Gestaltung. Am Handgelenk sind die Kanten nicht spürbar, beim Streichen über das Gehäuse wechselt die Empfindung von handschmeichelnden Flächen zu faszinierender Kantigkeit und zurück.
1247 gibt es in vier Oberflächenvarianten: gebürstet, perlgestrahlt, poliert sowie gebürstet und mit schwarzem DLC (Diomond-like Carbon) beschichtet. Die gebürstete Variante akzentuiert die klaren Kanten des Gehäuses in schillernden Lichteffekten, perlgestrahlt wirkt das Gehäuse technisch, ist aber weich beim Berühren, spiegelglatt poliert ist es ein Diamant aus Stahl, das tiefschwarze DLC akzentuiert die markanten Flächen des Gehäuses und unterstreicht so seinen architektonischen Charakter. Für den Tragekomfort und eine einfache Reinigung ist der Boden aber immer poliert.
DIE KRONE
Unsere Krone ist mehr als nur das geriffelte Rädchen zum Aufziehen und Einstellen des Uhrwerks. Für uns ist sie ein poliertes Kleinod: Auf einer Fläche von 3 × 6 mm konzentrieren sich alle Aspekte unseres Designs. Ihre Riffelung ist funktional und überraschend zugleich. Die Vertiefungen nehmen den 22°-Winkel des Gehäuses auf und so entstehen markante Griff-Flächen auf zwei Ebenen. An der Aussenkante durchbrechen sie den perfekten Kreis und die Krone wirkt nicht mehr rund, sondern vieleckig. Das polierte Logo scheint auf der mattierten Oberfläche zu schweben.
Die drei Zifferblätter stellen traditionelle Sehgewohnheiten infrage und spielen mit der Subjektivität des Zeitempfindens. Sie sind eine präzise und doch spielerische Neuinterpretation dessen, was Uhrzeit bedeutet. Das Belchengruppen-Logo ist als polierte Applikation aufgebracht, die Vertiefung der kleinen Sekunde gibt dem Ziffernblatt eine dritte Ebene. Orange ist für uns die Farbe des Sonnenaufgangs über den Belchen – daher sind alle orangefarbenen Details in Superluminova ausgeführt.
«120°» erinnert mit seiner detaillierten Minuterie an ein klassisches Messinstrument, teilt die Stunde aber in drei anstatt vier Abschnitte. So betont das Ziffernblatt die Zeitspanne von 20 Minuten und nicht die Viertelstunde, welche gefühlt doch immer zu schnell verflogen ist.
Das Ziffernblatt «Visuren» erinnert an die Sonnenstrahlen und die Sichtlinien zwischen den Bergen Belchen. Die Indizes sind nicht an ihrem angestammten Platz, sondern quasi um 30 Minuten verdreht und betonen so die halbe Stunde. Diese Irritation verändert das Ablesen der Zeit: wichtiger als die Präzision eines Ziffernblattes wird die Intuition aufgrund der Zeigerstellung.
«Visuren #22» visualisiert die gefühlte Dehnbarkeit der Zeit. Es interpretiert dabei den klassischen Sonnenschliff neu und transferiert die Sonnenstrahlen in eine optische Illusion. Die Verdichtung der Sonnenstrahlen an der kleinen Sekunde scheint den Lauf der Zeit zu beschleunigen, die gleichmässige Verteilung der Stunden stellt die Kontinuität der Zeit wieder her.
DIE ZEIGER
Nicht das Werk, nicht das Gehäuse und auch nicht das Ziffernblatt prägen die Erkennbarkeit eines Zeitmessers als Uhr. Es sind die Zeiger. Ohne sie ist eine Uhr keine Uhr, aber mit ihnen kann alles visuell zur Uhr werden.
Die Zeiger der Belchengruppe sind klar und kantig. Sie sind bewusst nicht für eine sekundengenaue Ablesbarkeit gestaltet, sondern zeigen sehr präsent die Winkelstellung an. Die schwarze Oberfläche lässt sie zur Hälfte über dem Ziffernblatt verschwinden, nur noch die orangefarbene Leuchtmasse zeigt die Zeit an.
Für den geübten Zeitableser sind sie dadurch perfekt für einen präzisen Blick auf die unpräzise Zeit.
DIE KLEINE SEKUNDE AUF DER NEUN
In unseren Uhren tickt der Automatik-Kaliber Sellita SW290-1 mit Datum und kleiner Sekunde auf der Neun. Wir haben diese Komplikation vor allem aus Designgründen gewählt: Die kleine Sekunde gibt uns Gestaltungsspielräume für die Zifferblätter, die Lage auf der Neun garantiert zusammen mit dem Datumsfenster eine ausgewogene Symmetrie der Anzeige. Die Sekundenanzeige fungiert zudem als Funktionsanzeige und hat einen Sekundenstopp, wodurch die Uhr präzise einstellbar ist.
Der Datumsring ist mit unserer exklusiven Hausschrift Belchen Grotesk bedruckt. Sie ist für die Darstellung auch kleiner Ziffern optimiert und so ist das Datum perfekt ablesbar.
Mit 31 Steinen, Incabloc-Stossicherungen und einer Frequenz von 28’800 A/H (4 Hz) hat das Werk eine Gangreserve von mindestens 38 Stunden.
Die Marke Sellita sitzt in La Chaux-de-Fonds und ist einer der grössten und bekanntesten Hersteller von Schweizer Uhrwerken. Die 200er-Modelle von Sellita sind bekannt für ihre Robustheit und Genauigkeit. Aber falls doch mal etwas repariert werden muss: Die Ersatzteile sind frei erhältlich, jeder Uhrmacher kann sie bestellen und so das Lieblingsstück wieder zum Laufen bringen.
DIE LEDERARMBÄNDER
Auch unsere Armbänder sind entscheidend für das Gesamtbild unserer Uhren. Das kantige, fast nahtlose Design ist untypisch für Lederarmbänder und greift die markante Optik des Gehäuses auf. Dabei fügt es der Uhr ein humorvolles Detail hinzu: die Belchengruppen-spezifische, einseitige Riegelnaht.
Das Rinderleder hat eine extra feine Narbung. Sie tritt nicht in den Vordergrund, ist aber stark genug, dass das Material noch als Leder erkennbar ist. Das Naturmaterial kontrastiert bewusst mit der technischen Anmutung des Stahlgehäuses und verbindet so Lebendigkeit mit Technik.
Die Form der massiven Dornschliesse nimmt die Seitenansicht des Gehäuses auf und trägt sich trotz Ecken angenehm am Arm.
Und dank Schnellwechselsteg ist ein einfacher Armbandtausch garantiert – hierzu wird kein Werkzeug benötigt und es besteht keine Kratzgefahr am Gehäuse.
DIE BELCHEN GROTESK
Unsere Hausschrift Belchen Grotesk verkörpert mit ihren schnörkellosen Buchstabenformen perfekt die Werte der Belchengruppe: Präzision, Eleganz und das Spiel mit Archetypen.
Um eine gute Ablesbarkeit auch in kleinen Anwendungen zu erreichen, haben wir besonderes Augenmerk auf die Gestaltung der Ziffern gelegt, darunter die oben offene 4.
Sie ist eine Neo-Grotesk im Schweizer Stil und kontrastiert das technische Wesen einer Automatikuhr mit organischen Formen: schmal gehaltenen Rundformen (in "C" "O" "Q" etc.), kreisrunden Punkten und Details wie dem geschwungenen Bein des "R" oder der gekehlten Spitze des "t".